enemenemu_web

Ene Mene Mu

 Deborah Uhde | Ene Mene Mu | 2013 | 19:40 min | HD | 16:9 | stereo | deutsch

 English version see below

aus der Rezension von Anna Bauer (Volltext hier):

Deborah Uhde erzählt nicht nur von der Krankheit ihres Vaters und von der Schwierigkeit als Kind und Erwachsene damit umzugehen und die Beziehung trotzdem irgendwie aufrechtzuerhalten, sondern reflektiert zugleich über den Modus von Erinnerung und Erzählung. Über den Sinn und Unsinn der Sinnsuche in Bildern. Über die Hilflosigkeit, mit denen man sich solche Hilfskonstrukte gebraucht, um etwas Nichtfassbares fassbar zu machen.

Kommunikation als einseitiger und stummer Dialog. Eine Off-Stimme würde uns gewöhnlich die Erzählung eines Films vermitteln. Hier lässt sie sich dagegen durch eingeblendete Schrift mitlesen und lediglich Umgebungsgeräusche sind zu hören: Das Blättern der Fotos, manchmal entfernte, leise Musik. Der Betrachter des Videos muss eine ungewohnte Stille aushalten und teilt damit die Ausgangssituation der Künstlerin. Es ist, als ob uns das Fehlen einer Stimme verdeutlicht, dass die Erzählerin niemanden hat, an den sie sich wenden kann und dass es sich um unausgesprochene, nicht gehörte Gedanken handelt, mit denen man in aller Stille allein ist.
Dabei geht es um familiäre Nähe und Ferne, um die Unmöglichkeit eines Dialogs, um Entfremdung und Einsamkeit.

enemenemu2

 

enemenemu3

The relationship to my schizophrenic father,
seen through piles of family photos.

The speech adresses him, but is vanishing in the void,
without dialogical encounter.
I am resuming the relationship,
pointing to questions that cannot be easily answered.

How the memory is charged with meaning through the projective medium of photography?
What is to say about the challenges of family?

The film investigates the fragile structures of relationships
and the co-dependency in the family.