Ene Mene Mu | Deborah Uhde | 2013 | 19:40 min | HD | 16:9 | stereo | deutsch


2016
(S) Director´s Lounge, Z-Bar, Berlin
(S) Pocket Embassy Geneva Edition, EofA, Genf
2014
(S) Die Filmklasse im Medienhaus Hannover
(G) Primat des Privaten, Peiner Kunstpfad, Malerhof Voigtholz
(S) Bremer Kunstfrühling Bremen
(S) selected show on blinkvideo
(S) Internationaler Sommercampus Kalbe
2013
(S) extra experimental trails, Cineding, Leipzig
(S) filmfest, Universum Filmtheater, Braunschweig

aus der Rezension von Anna Bauer (Volltext hier):

Deborah Uhde erzählt nicht nur von der Krankheit ihres Vaters und von der Schwierigkeit als Kind und Erwachsene damit umzugehen und die Beziehung trotzdem irgendwie aufrechtzuerhalten, sondern reflektiert zugleich über den Modus von Erinnerung und Erzählung. Über den Sinn und Unsinn der Sinnsuche in Bildern. Über die Hilflosigkeit, mit denen man sich solche Hilfskonstrukte gebraucht, um etwas Nichtfassbares fassbar zu machen.

Kommunikation als einseitiger und stummer Dialog. Eine Off-Stimme würde uns gewöhnlich die Erzählung eines Films vermitteln. Hier lässt sie sich dagegen durch eingeblendete Schrift mitlesen und lediglich Umgebungsgeräusche sind zu hören: Das Blättern der Fotos, manchmal entfernte, leise Musik. Der Betrachter des Videos muss eine ungewohnte Stille aushalten und teilt damit die Ausgangssituation der Künstlerin. Es ist, als ob uns das Fehlen einer Stimme verdeutlicht, dass die Erzählerin niemanden hat, an den sie sich wenden kann und dass es sich um unausgesprochene, nicht gehörte Gedanken handelt, mit denen man in aller Stille allein ist.
Dabei geht es um familiäre Nähe und Ferne, um die Unmöglichkeit eines Dialogs, um Entfremdung und Einsamkeit.